SaaS für Handwerksbetriebe – USA
Steckbrief
Housecall Pro ist eine US-amerikanische SaaS-Plattform für Handwerksbetriebe, die Terminplanung, Angebote, Rechnungen und Zahlungsabwicklung in einer einzigen Software-Suite bündelt. Mit einem geschätzten Jahresumsatz von rund 200 Millionen US-Dollar zählt das Unternehmen zu den etablierten, größeren Anbietern von Branchensoftware für das Handwerk in den USA. Die Bündelung mehrerer, zuvor oft getrennter Werkzeuge in einer Plattform ist ein typisches Merkmal vertikaler SaaS-Angebote, die sich auf eine einzelne Branche spezialisieren, statt eine allgemeine Software für viele unterschiedliche Branchen anzubieten.
Geschätzter Umsatz: ca. 200 Mio. $ / Jahr
Konzept & Problem
Umsatz-Modell
Gibt's das schon in Deutschland?
Was man beachten muss
Für eine SaaS-Lösung im Bereich Rechnungsstellung und Buchhaltung, die auch in Deutschland eingesetzt werden soll, sind GoBD-konforme Rechnungsstellung sowie eine DATEV-Anschlussfähigkeit für den Buchhaltungsexport zwingend erforderlich. Die GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form) legen fest, wie elektronisch erstellte Belege revisionssicher gespeichert und nachvollziehbar dokumentiert werden müssen, damit sie steuerlich anerkannt werden. Eine DATEV-Anschlussfähigkeit ist in der deutschen Praxis von großer Bedeutung, da viele Steuerberatungen und Buchhaltungsprozesse auf diesem System basieren. Eine Software, die Daten nicht in einem kompatiblen Format exportieren kann, verursacht für Handwerksbetriebe und deren Steuerberatung zusätzlichen manuellen Aufwand, was die Akzeptanz einer Software im deutschen Markt deutlich mindern kann. Darüber hinaus gelten für ein SaaS-Angebot mit B2B-Kunden allgemeine Anforderungen an den Datenschutz nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), etwa im Umgang mit Kundendaten der Handwerksbetriebe und deren Endkunden. Auch die Umsatzsteuerbehandlung von SaaS-Abogebühren sowie eine ordnungsgemäße Rechnungsstellung nach deutschem Recht gehören zu den grundlegenden rechtlichen Rahmenbedingungen, die ein solches Angebot in Deutschland erfüllen müsste.
Allgemeine Einordnung, keine Rechtsberatung. Stand: 12.09.2026.